Säg öppis! – Phatische Sprachverwendung


Säg öppis! – Phatische Sprachverwendung

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Auf Bronislaw Malinowski geht der Begriff der phatic communion zurück. Damit bezeichnete er jene Funktion von Sprache, bei der es um die Schaffung und Aufrechterhaltung sozialer Kontakte geht. In Anlehnung an Malinowski (und andere) wird gezeigt, wie sich Sprache auf zwei kommunikative Grundformen zurückführen lässt: Während instrumentelle Gespräche auf einen ausserhalb der Interaktion liegenden Zweck angelegt sind (z.B. Wegauskünfte, Beratungen, Sitzungsgespräche usw.), liegt der Zweck des phatischen Gesprächs in diesem selbst begründet. Wir begegnen ihm auf vielfältige Weise im Alltag, zum Beispiel wenn wir Bekannte oder Unbekannte auf der Strasse freundlich grüssen, ein paar belanglose Worte wechseln und uns wieder verabschieden, wenn wir uns an der Bushaltestelle treffen, uns gemeinsam über das missliche Wetter auslassen und uns dabei solidarisch fühlen, wenn wir uns auf einer Party über die neuesten Modetrends oder abwesende Dritte unterhalten usw. In allen Fällen ist wichtiger, dass wir miteinander reden als worüber wir dies tun. Am Beispiel von Gesprächen in öffentlichen Verkehrsmitteln wird dieser Form der Sprachverwendung in allgemeiner, grammatischer und thematischer Hinsicht nachgegangen.

Dissertation, Bern 1998 (Peter Lang), 407 Seiten, ISBN 3-906760-86-3

 

 

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